Mittwoch, 10. September 2008

Xuexi hen Nuli - der Unialltag beginnt




Hallo,

seit Montag nun haben wir Unterricht. Jeden Tag chinesische Schrift und Sprache. Die Kurse sind komplett auf Chinesisch, aber unsere Lehrer sprechen so, dass es uns möglich ist Ihnen zu folgen. In meiner Klasse sind Flo und Teresa aus Erlangen, sowie 2 Koreaner, 1 Thailänder, eine US-Amerikanerin, 1 Estländer und ein Weißrusse und einer von dem keiner weiß woher er kommt. Der is aber eh seltsam.

Die Organisation an sich ist recht streng. Unsere Note errechnet sich wie folgt: 20% aus der Midterm-Prüfung, 30% aus der Endtermprüfung und 50% aus Hausaufgaben und Mitarbeit. Für jedes mal zu spät kommen oder ganz feheln werden 0,5%-Pinkte von der Gesamtnote abgezogen. Wer mehr als 1/3 der Zeit fehlt wird von den Prüfungen ausgeschlossen.

Unsere Lehrer sind trotzdem sehr nett. Aber wir sind mit den Hausaufgaben auch ganz gut beschäftigt. Ab nächste Woche können wir noch Zusatzkurse wie Kalligraphie, Hörverstehen oder Schreibübungen besuchen.

Am Dienstag fand dann die offizielle Begrüßungsfeier für die Austauschstudenten statt. (Wir sind ungefähr 500 aus wirklich allen möglichen Ländern, die meißten jedoch aus Korea und Japan). Zuerst wurden wichtige Lehrer und Direktoren vorgestellt, dann mussten wir uns für die chinesische Nationalhymne erheben.

Danach gab es Vorträge von mehreren Leuten auf Chinesisch, so dass die meißten nach kurzer Zeit nur noch wenig Aufmerksamkeit aufbringen konnten. Die nächste Stunde verbrachten wir damit einem pekinger Polizeichef zu lauschen, der uns ein paar chinesische Gesetze und Verhaltensregeln ans Herz legte. Hierbei gab es glücklicherweise einen Chinesen, der uns alles ins Englische übersetzte.

Nach dem Vormittagsunterricht (8-12 Uhr) gehen wir in die Mensa essen und probieren uns durch so allerlei, für europäische Geschmäcker, komische Gerichte. Naja, zumindest leben noch alle ;-)

Am Montag ist das Chinesische Herbstfest und wir haben keine Uni. Zu diesem Fest gibt es traditionelle chinesische Mooncakes (Mondkuchen) die sind ungefähr faustgroß und mit Bohnenpaste und allerlei anderen komischen Dingen gefüllt. Dank der Bohnen reicht auch ein halber davon um den Magen zu füllen. Zudem trägt der Geschmack auch nicht unbedingt dazu bei, dass das Verlangen ensteht, mehr davon zu verzehren.

Ansonsten gibt es in China mittlerweile fast alles was, was es auch in Europa gibt, wenn auch ein wenig asiatisch angehaucht. Für uns umso toller: es gibt Millionen Dinge die es bei uns nicht gibt und wir werden das Jahr nutzen soviel wie möglich davon zu probieren.

In diesem Sinne wünsch ich euch noch eine schöne Woche!

Liebste Grüße aus einem warmen Beijing mit blauem Himmel

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