Freitag, 26. September 2008

Nachtrag - Mid-Autumn-Festival









Ein kleiner Nachtrag


Am Montag, dem 15. September, war in China Herbstfest zu dem die traditionellen Mooncakes - Mondkuchen gegessen werden. Diesen Tag nutzten wir um die alten Kasierpaläste, auch die verbotene Stast genannt, und den Platz des Himmlischen Friedens zu besuchen. So machten wir uns gleich früh um 7 auf den Weg. Nach einer 30minütigen Taxifahrt erreichten wir unser Ziel noch vor dem Öffnen der Tore und wir beobachteten große Gruppen von Soldaten bei "Gleichschrittübungen". Die Paläste der Verbotenen Stadt sind allesamt sehr eindrucksvoll und reich verziert. Leider teilweise so reich, dass einzelne sehr liebevoll gestaltete Details kaum noch zu bemerken sind. Selbst nach 4 Stunden Besichtigung und aufmerksame Lauschens des Audioguides hatten wir noch nicht alle Gebäude der Verbotenen Stadt besucht. Das Gelände ist so groß und für jede Tätigkeit des Kaisers gab es ein eigenes Gebäude, dass es nur schwer vorstellbar ist, wie die Menschen früher dort gelebt haben. Erschöpft begaben wir uns dann zu einem verspäteten Mittagessen an den Lotussee. Dort kann man mit dem Tretboot fahren und drum herum befinden sich kleine Gassen mit goldigen Restaurants. Leider riecht es auch dort, wie sonst überall auch, ziemlich streng und in jeder Ecke anders.


Am Dienstag hatten wir das große Glück, das Phan und Jonas Karten für die Paralympischen Spiele beschaffen konnten. So fuhren wir nach dem Unterricht zum Vogelnest. Leider wurde die tolle NAsicht vom Smog getrübt. Nachdem wir gute Plätze gefunden hatten bestaunten wir die Archtitektur und den Aufbau des Stadiums. Nie hätten wir gedacht, dass man von den höheren Rängen noch einen so guten Blick auf alles was sich unten abspielte hatte. Wir feuerten kräftig an, klatschten begeistert mit (am lautesten natürlich für Deutschland) und standen brav für alle Nationalhymnen auf. Das machen die Chinesen auch, leider klatschen sie nur bei ihren eigenen Sportlern besonders laut.


Nach 2 spannenden Stunden, begutachteten wir noch das Lichter- und Farbenmeer von Watercube und Vogelnest, waren beeindruckt, machten Bilder und fuhren zu McDonalds um uns zu stärken. Der Rest der Woche verging wenig ereignisreich an der Uni.


Am Freitag waren wir in der Deutschen Botschaft zu einem deutschen Abend eingeladen. Die Band der Deutschen Botschaftsschule Peking spielte und wir konnten uns mit anderen Deutschen bei Getränken und Deutschen Würstchen mit Senf (mjam) austauschen. Wir haben uns alle gleich sehr heimisch gefühlt. Danach gingen wir zusammen im Diplomaten bzw. Ausländerviertel Sanlitun feiern.

Mittwoch, 24. September 2008

Kurzer Zwischenbericht

Nimen hao,
es tut mir wahnsinnig leid, dass ich in letzter Zeit was die Blog-Arbeit betrifft so faul war. Dafür war ich in anderen Dingen fleißig. ;-) So zum Beispiel in der Uni. Die Vokabeln häufen sich und die Anforderungen der Lehrer werden auch nicht weniger.
Da letzten Monatg dank des Herbstfestes frei war haben wir die alten Kaiserpaläste (also die Verbotene Stadt) und den Platz des Himmlischen Friedens besucht. Am Dienstag konnten wir Karten für die Paralympics ergattern und ließen uns im Vogelnest und am Watercube vom olympischen Fieber infizieren. Fotos und genauere Erklärungen folge ganz bald. Doch morgen fahren wir mit der Uni nach Hebei (dort stehen die früheren kaiserlichen Sommerpaläste). Wir übernachten dort, besteigen am Freitag irgendeinen Berg (werd schon noch rausfinden was für einer :-)) und fahren dann zurück nach Beijing.
Am Wochenende finde ich dann hoffentlich auch wieder Zeit mich ausführlicher zu melden.
Liebe Grüße und Bisous

Mittwoch, 10. September 2008

Xuexi hen Nuli - der Unialltag beginnt




Hallo,

seit Montag nun haben wir Unterricht. Jeden Tag chinesische Schrift und Sprache. Die Kurse sind komplett auf Chinesisch, aber unsere Lehrer sprechen so, dass es uns möglich ist Ihnen zu folgen. In meiner Klasse sind Flo und Teresa aus Erlangen, sowie 2 Koreaner, 1 Thailänder, eine US-Amerikanerin, 1 Estländer und ein Weißrusse und einer von dem keiner weiß woher er kommt. Der is aber eh seltsam.

Die Organisation an sich ist recht streng. Unsere Note errechnet sich wie folgt: 20% aus der Midterm-Prüfung, 30% aus der Endtermprüfung und 50% aus Hausaufgaben und Mitarbeit. Für jedes mal zu spät kommen oder ganz feheln werden 0,5%-Pinkte von der Gesamtnote abgezogen. Wer mehr als 1/3 der Zeit fehlt wird von den Prüfungen ausgeschlossen.

Unsere Lehrer sind trotzdem sehr nett. Aber wir sind mit den Hausaufgaben auch ganz gut beschäftigt. Ab nächste Woche können wir noch Zusatzkurse wie Kalligraphie, Hörverstehen oder Schreibübungen besuchen.

Am Dienstag fand dann die offizielle Begrüßungsfeier für die Austauschstudenten statt. (Wir sind ungefähr 500 aus wirklich allen möglichen Ländern, die meißten jedoch aus Korea und Japan). Zuerst wurden wichtige Lehrer und Direktoren vorgestellt, dann mussten wir uns für die chinesische Nationalhymne erheben.

Danach gab es Vorträge von mehreren Leuten auf Chinesisch, so dass die meißten nach kurzer Zeit nur noch wenig Aufmerksamkeit aufbringen konnten. Die nächste Stunde verbrachten wir damit einem pekinger Polizeichef zu lauschen, der uns ein paar chinesische Gesetze und Verhaltensregeln ans Herz legte. Hierbei gab es glücklicherweise einen Chinesen, der uns alles ins Englische übersetzte.

Nach dem Vormittagsunterricht (8-12 Uhr) gehen wir in die Mensa essen und probieren uns durch so allerlei, für europäische Geschmäcker, komische Gerichte. Naja, zumindest leben noch alle ;-)

Am Montag ist das Chinesische Herbstfest und wir haben keine Uni. Zu diesem Fest gibt es traditionelle chinesische Mooncakes (Mondkuchen) die sind ungefähr faustgroß und mit Bohnenpaste und allerlei anderen komischen Dingen gefüllt. Dank der Bohnen reicht auch ein halber davon um den Magen zu füllen. Zudem trägt der Geschmack auch nicht unbedingt dazu bei, dass das Verlangen ensteht, mehr davon zu verzehren.

Ansonsten gibt es in China mittlerweile fast alles was, was es auch in Europa gibt, wenn auch ein wenig asiatisch angehaucht. Für uns umso toller: es gibt Millionen Dinge die es bei uns nicht gibt und wir werden das Jahr nutzen soviel wie möglich davon zu probieren.

In diesem Sinne wünsch ich euch noch eine schöne Woche!

Liebste Grüße aus einem warmen Beijing mit blauem Himmel

Samstag, 6. September 2008

Nachholbedarf





Hallihallo ihr Lieben,

ich danke euch für eure lieben Mails und Nachrichten.

Nachdem ich auf meinen alten Blog nicht mehr zugreifen kann habe ich nun einen neuen gebastelt - in der Hoffenung das dieser besser funktioniert.

Und schon ist seit meinem letzten Eintrag eine Woche vergangen. Eine Woche in der nach viel Ärger das Internet und das Telefon im Zimmer nun doch endlich funktionieren, in der wir uns in einer 4-stündigen Prozedur eingeschrieben haben, unsere Einstufungstests gemeistert und die Stundenpläne gefunden haben, eine Mensakarte gekauft haben und auch das Pekinger Nachtleben erkundet haben.

Am Donerstag sind wir in ein Krankenhaus gefahren worden um unsere Gesundheitszeugnisse u checken. Nach allgemeiner Panik sind wir glücklicherweise doch drum herum gekommen uns in Blut abnehmen oder Röntgen zu lassen.

Abends sind wir in einen Club gefahren der MIX hieß (der gegenüber hieß VICS ;-)) Es war ein sehr nobler Club mit 3 Floors, geiler R`n´B und Blackmusik und auch sonst ganz entspannter Atmosphäre.

Nachdem wir am Freitag unsere Mensakarte in Empfang genommen hatten haben wir das Mensaessen auch gleich ausprobiert. Es gibt in der Mensa neben unserem Wohnheim soweit ich sehen kann, 3 Etagen auf der die unterschiedlichsten Gerichte angeboten werden. Viele werden wir im Laufe des Jahres ausprobieren, andere wahrscheinlich nie. Für umgerechnet 70 Cent bekommt man ausreichend große Mahlzeiten, gestern habe ich sogar für nur 40 Cent gegessen.

Am Samstag sind wir zur Großen Mauer gefahren. Gewiss ist: sie ist wirklich groß :-)

Nach gefühlten 1000 Stufen kamen wir an und genossen ein zauberhaften Blick über die Berge Chinas. Nach unten ging es wenig traditionell mit der Sommerrodelbahn.

Abends sind wir ins Studentenviertel gefahren und waren im Club PROPAGANDA. Nicht das hier jemand auf die Idee kommt wir wären nur am feiern, da der Unterricht erst morgen anfängt mussten wir unser freies Wochenende doch nutzen.

In diesem Club ging es zwar weniger nobel dafür stimmungsmäßig relaxter zu. Und mit einem Ausländeranteil von circa einem Drittel fällt man auch nicht mehr so auf.

Und gute NAchrichten für alle Erlanger Sinologen: wenn es ums feiern und um tänzerische Fähigkeiten geht, sehen die Heidelberger neben uns ziemlich blass aus. :-)

Heute wollen wir uns im Fitnessstudio anmelden und den Tag wahrscheinlich relativ ruhig mit telefonieren und skypen verbringen.

Ich lade jetzt noch ein paar Bilder hoch und melde mich dann in den nächsten Tagen wieder und berichte vom Unterrichtsleben.

Liebe Grüße